Der FC Bayern München der Rechtsstreitigkeiten vor deutschen Gerichten ist das Mietrecht. Alle Jahre wieder beschäftigt der Kampf um Schönheitsreparaturen & Co. die Gerichte mit Abstand am häufigsten. Ausgangspunkt der Streitigkeiten ist dabei vor allem der Mietvertrag, die am meisten verbreitete Vertragsart in der Bundesrepublik. Aber warum?
Zum einen gibt es in Deutschland gefühlte 42 Millionen Vermieter und 42 Millionen Mieter. Das macht schon einmal 42 Millionen potentielle Gerichtsverfahren. Dazu kommt noch, dass auch die Mehrheit der Juristen sich im Mietrecht so wohl fühlt, wie Aale im Salz, was sich daran zeigt, dass Mietrecht bei den Jura-Studenten und Rechtsreferendaren zu den ?Horrorgebieten? im Examen zählt. Zur Unbeliebtheit des Mietrechts tragen aber auch die deutschen Gerichte bei. Es vergehen keine zwei Monate, ohne dass nicht irgendein höheres deutsches Zivilgericht seit Jahrzehnten verwendete Klauseln in Mietverträgen für unwirksam erklärt und damit größte Unsicherheit schafft. Dass Mietverträge der deutschen liebstes Streitobjekt ist, liegt aber vor allem daran, dass der Spaß, wenn es um die eigenen vier Wände geht, bei den Deutschen aufhört. Da kommt der Jäger und Sammler ins Spiel, die Höhle wird verteidigt, um jeden Preis, und wenn ein Säbelzahntiger vor der Tür steht.
Der Mietvertrag ist jedoch nicht nur das Grundproblem für Streitigkeiten für Vermieter und Mieter. Er ist gleichzeitig auch die Mutter aller Lösungen. Denn wenn ein Mietvertrag von den richtigen, sprich kompetenten Menschen entworfen wird, dann ist das ? Vorsicht Wortspiel - die halbe Miete für ein gedeihliches Miteinander zwischen Mieter und Vermieter. Man muss jetzt nicht gleich zum Rechtsanwalt laufen und sich für 400 Euro einen Mietvertrag erstellen lassen. Gute Mietverträge gibt es auch im Internet, z.B. unter www.formblitz.de.
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