Trier, die älteste Stadt Deutschlands, hat viel zu bieten. Denn in der langen und spannenden Geschichte der Stadt, die besonders von den Römern beeinflusst wurde, sind viele Sehenswürdigkeiten bis heute erhalten geblieben und können besichtigt werden.
So zum Beispiel die Porta Nigra: Sie ist das einzige von vier Stadttoren, welches bis heute erhalten geblieben ist. Um 180 nach Christus wurde die Porta Nigra erbaut und diente als Stadttor im Norden der Stadt. Einst aus hellem Gestein gemauert, färbte die Witterung die Porta Nigra im Laufe der Jahrhunderte dunkler, weshalb sie auch erst im Mittelalter den Zusatz "nigra" bekam. Übersetzt lautet der Name also: Schwarzes Tor. Zwar ist die Porta Nigra wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit in Trier, doch bei Weitem nicht die einzige.
So gibt es beispielsweise insgesamt drei Thermenanlagen aus römischen Zeiten zu besichtigen: Zum ersten die Barbarathermen, die größte Thermenanlage ihrer Zeit außerhalb Roms und jenseits der nördlichen Alpen. Derzeit werden die Barbarathermen restauriert und können von eine Besucherplattform aus besichtigt werden. Mitte der achtziger Jahre wurde eine weitere Thermenanlage mitten in der Innenstadt von Trier gefunden: Die Viehmarktthermen. Während der Bauarbeiten für eine Tiefgarage stiess man damals auf die Überreste römischer Gebäude. Die Bauarbeiten wurden unterbrochen - und Archäologen entdeckten die Viehmarktthermen. Ein Großteil davon wurde ebenfalls restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Damals heftig umstritten war die Überdachung der Viehmarktthermen mit einer Glaskuppel. Diese Kuppel soll
die römischen Überreste schützen und einen zu heftigen Ansturm auf die Sehenswürdigkeit verhindern. Allerdings wurde dieses Glasgebäude sehr gut in das Trierer Stadtbild integriert, so daß sich der Widerstand rasch legte.
Als dritte Thermenanlage gelten die Kaiserthermen, die ebenfalls noch gut erhalten sind. Insbesondere die Katakomben im Inneren der Kaiserthermen sind für eine spannende Besichtigung geeignet. Jedoch wurden die römischen Bäder nie fertiggestellt, was man anhand der teilweise unvollendeten Baustruktur auch heute noch erkennen kann. Die Kaiserthermen dienten zudem nicht nur als Bäder, sondern wurden von den Römern zur Unterbringung verschiedener Behörden des römischen Reiches genutzt. Bekanntmachungen fanden ebenso statt wie Hinrichtungen. Die Porta Nigra sowie die Kaiserthermen zählen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Trier.
Wer also einen spannenden Urlaub mit der Familie verbringen möchte, der ist in Trier bestens aufgehoben. Jedoch sollte man Vorsorge treffen: Besonders in den Sommer-Monaten sind viele Unterkünfte bereits lange Zeit im Voraus ausgebucht. Das traditionelle Altstadtfest, das Moselfest und viele Veranstaltungen wie zum Beispiel die im Amphitheater aufgeführten römischen Spiele "Brot & Spiele" locken viele Touristen nach Trier. Wer also eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, sollte rechtzeitig buchen. Es gibt mehr als 30 Hotels in Trier, also lohnt sich ein rechtzeitiger Vergleich.
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