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Die Mode der Gründerzeit
Abgelegt unter Mode von schneiderei am 7. Februar 2012 um 13:38
 Die Mode hat sich immer mit der Politik verbunden. Es geschah, weil die Politik gesellschaftliche Änderungen hervorgerufen hat. Manchmal war es umgekehrt, wenn die sozialen Änderungen die politischen Systeme veränderten. So war es während der Französischen Revolution und während der Gründerzeit. Die Mode reagierte schnell auf sämtliche Neuheiten, was besonders im 19. Jh. sichtbar war.

Als die 50er Jahren des 19. Jh. vorbei waren, hat sich die Mode wieder geändert. Die auf der Krinoline gestützten historischen Kleider aus dieser Zeit erreichten ihre maximale Umfänge um 1858. Danach begann man, sie allmählich zu verengen. Im Jahre 1862 wurde die Krinoline vorne und an den Seiten ein bisschen abgeflacht und auf der Rückseite etwas verlängert. Modisch wurde die bereits beinahe vergessene Schleppe. Paris, und vor allem der Hof der Kaiserin Eugenia de Montijo, diktierte die Modetrends in ganz Europa und viel weiter. Im Jahre 1857 begann in Paris, der Engländer Charles Frederic Worth zu arbeiten. Er gewann schnell die Anerkennung der Fürstin Metternich und wurde von ihr der Kaiserin weiterempfohlen. Seit dieser Zeit wurde Worth berühmt und gilt heute als „Vater der Haute Couture.“

Untergang der Krinoline und Rückkehr der Pagodenärmel

Trotz der großen Anzahl von Dekorationen, vor allem zu Beginn des Jahrzehnts, wurden die Kleider der 60er Jahren des 19. Jh. viel majestätischer als die damals bereits unmodernen Krinolinen-Kleider. In der Mode war noch die weich abfallende Schulterlinie, die für die Kostüme aus dieser Zeit so charakteristisch war. Sie wurde durch die am unteren Ende ausgeweiteten Ärmel (die sog. Pagodenärmel) noch betont.

Schwarz für verheiratete Frauen und hochgesteckte Frisuren

Die schwarze Farbe eines Kleides wurde ausschließlich für die verheirateten Frauen oder als Trauer-Farbe vorbehalten. Ähnlich sah die Situation, wenn es um sämtliche schwarzen Accessoires und Spitzen ging, obwohl in den 60er Jahren schwarzer Stickerei auf den Baby-Kleidungen modisch waren. Nach wie vor schenkte man keine große Beachtung der historischen Unterwäsche zu dieser Zeit. Als modische Kopfbedeckungen wurden waren flache, reich mit Spitzen und Rüschen dekorierte und oft unter dem Kinn gebundene Hauben getragen. Als populär galten auch große Hüte. Frisuren waren zu dieser Zeit sehr kompliziert. Man trug hochgestecktes Haar und wellenartige Frisuren. Ein erforderliches Element einer trendigen Frisur zu dieser Zeit waren die zugeknöpften, künstlichen Haare. Somit hatte man den Effekt von einer umfangreichen Frisur erreicht.
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