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Der Traum vom eigenen Haus
Abgelegt unter Immobilien von dido30 am 13. August 2009 um 10:24
Jeder dritte deutsche Bundesbürger träumt vom eigenen Haus. Für viele bleibt es ein Traum, den anderen gelingt es jedoch, sich den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen.
So leicht es sich auch anhört: ?Ich baue mir mal eben ein Haus?, ist es aber nicht, denn es muss an vieles gedacht und vieles berücksichtigt werden. Erst recht, wenn das Geld knapp ist, oder sogar ein Grundstück fehlt.
Der Plan:
Wer sich mit dem Gedanken eines späteren Hauses umgibt, sollte schon rechtzeitig vorher einen Bausparvertrag abschließen. Baugrundstücke sind außerhalb deutlich billiger als in der Stadt. Soll der Hausbau am jetzigen Wohnort vollzogen werden, außerhalb, oder in der Nähe des Arbeitsplatzes. Wie groß soll das Grundstück sein. Ist es voll erschlossen und wie viel kostet der Quadratmeter?
Das Haus:
Wie groß soll das Haus sein. Soll es von einem Architekten als Neubau erstellt werden, oder kommt einer der vielen Fertighausanbieter in die engere Wahl. Wenn ja, was soll es für ein Haustyp sein. Sind Eigenleistungen in dem Haus vorgesehen, um die Kosten zu drücken.
Reiht sich der Neubau harmonisch in die Reihe der anderen Neubauten ein. Da gibt es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Auflagen, was die Flächennutzung anbelangt.
Die Finanzierung:
Welche Bank soll das Haus finanzieren. Ist ein Bausparvertrag oder Eigengeld vorhanden.
Wie hoch soll die monatliche Rate und die Tilgung sein. Welche Laufzeitengarantie beinhaltet die Immobilienfinanzierung. Welche Zuschüsse bekomme ich vom Staat?
Alle diese Fragen sollten im Vorwege geklärt werden, damit der Traum vom eigenen schönen Haus nicht schnell wieder durch eine Arbeitslosigkeit oder Zwangsversteigerung ausgeträumt ist. Ist das Grundstück gefunden und der Haustyp steht auch fest, weiß der zukünftige Eigenheimbesitzer, welche Kosten in etwa für die Finanzierung benötigt werden.
Der Weg zur Bank:
Hier hat der Kunde mehrere Möglichkeiten. Es sollten immer Vergleichsangebote eingeholt werden. Die Hausbank ist nicht immer die beste Bank. Online lassen sich sehr gute Vergleichsangebote einholen, bei denen sich die monatliche Belastung schon um bis zu 500 Euro reduzieren lässt. Die meisten Banken finanzieren bis zu 80% der Finanzierungssumme.
20% sind Eigengeld, oder besser der Bausparvertrag.
Die Kosten:
Zu den Anschaffungskosten gesellen sich noch eine Reihe weiterer Kosten. Hierbei handelt es sich um die Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten, Maklerprovision, Erschließungskosten und Finanzierungskosten. Die Abschreibung kann nur für die Immobilie genutzt werden. Für eine Finanzierung von 300.000 Euro bei 4,5 %, effektiver Jahreszins
beträgt die monatliche Rate ungefähr 1380 Euro auf 25 Jahre.
Die Abschreibung:
Für Neubauten bieten sich zwei Möglichkeiten an: Die lineare Abschreibung und die degressive Abschreibung. Interessant ist die degressive Abschreibung, da in den ersten Jahren die Steuerminderung höher ist, als bei der gleichbleibenden linearen Abschreibung. Sonderabschreibungen gibt es für Niedrigenergiesparhäuser und Solaranlagen.
Steht der Finanzierungsplan für das Gesamtobjekt, kann mit dem Bau begonnen werden. Handelt es sich, wie in den meisten Fällen um ein Fertighaus, wird das Grundstück vermessen und die Bodendecke zu einem Fundament geschüttet. (Wenn kein Keller vorgesehen ist)
Bei der Aufstellung des Hauses können Wünsche rechtzeitig noch realisiert werden. Sei es der Versatz einer Wand, Boden ?und Wandfliesen, als auch Sanitär. Alles ist im Komplettpreis des Fertighauses enthalten. Hat der Kunde jedoch Sonderwünsche, welche vom Standard abweichen, werden diese im Mehraufwand berechnet. Das können Armaturen im Bad sein, oder auch ein außergewöhnliches Waschbecken. Einige Fertighausanbieter stellen das Haus ohne jegliche Einbauten, wie Fliesen, Wandfarbe, Sanitär und Fußboden auf. Diese Arbeiten werden dann vom Eigenheimbesitzer in Eigenleistung vollbracht. Das bringt gut und gerne eine Ersparnis bis zu 30.000 Euro. Ist das Werk vollbracht und das Eigenheim steht, die Anschlüsse von der Straße gelegt, muss der Garten angelegt werden. Die Anschlusskosten, als auch die Gartenarbeiten können nur zum Teil abgeschrieben werden und in den Finanzierungsrahmen mit einbezogen werden.
Selbst bei einer gesetzlich vorgeschriebenen Dämmung, oder bei einem Niedrigenergiehaus ist der Standort für die Heizperiode im Winter nicht unwichtig. Denn ob der Neubau im Norden, Westen, Osten oder Süden liegt, kann für die winterliche Heizperiode nicht unbedeutend sein. Hier kann mit einem Stromrechner optimal der Energieverlust des Hauses geprüft werden.
Was ist ein Energierechner?
Er ermittelt den Heizenergiekennwert am Gebäude mit seinen heizungsspezifischen Daten.
Der Heizenergiekennwert errechnet sich aus Brennstoffverbrauch in Kilowattstunde pro Jahr auf 1 Quadratmeter beheiztem Raum. Der Heizenergiekennwert berücksichtigt den Einfluss der Heizungsanlage, des Gebäudes und des Heizungssystems.
Umweltfreundliche Materialien:
Jedes Jahr werden über 10.000 Tonnen Chemikalien als umweltfreundlich vermarktet. Viele dieser Chemikalien werden auch für den Bau von Häusern verwendet. Ob es sich nun um FCKW handelt oder sonstige Treibgase, sie alle schädigen auf jeden Fall die Ozonschicht, welche für das Ozonloch verantwortlich ist. Wichtig beim Bau eines Hauses sind deshalb ozonschützende Materialien mit der Bezeichnung: ?Umweltfreundlich?.
Staatliche Förderprogramme:
Die KfW- Bank stellt für Eigenheim, Sanierung und Energiemaßnahmen verschiedene Darlehensprogramme und Förderprogramme zur Verfügung. Diese Fördermittel müssen über die Hausbank beantragt werden. Im Bereich der Solarenergie gibt es vom: ?Erneuerbare- Energien- Gesetz? eine vorgeschriebene Förderung für die private Einspeisung in das Stromnetz. Der jeweilige Stromanbieter zahlt dafür eine Pauschale von rund 0,46 Cent pro Kilowattstunde, für 20 Jahre. Über das Finanzamt werden Zulagen ausgezahlt, welche nach Bauabschluss beantragt werden können. Mieter und Eigentümer haben die Möglichkeit 20 % der Lohnkosten für Handwerksrechnungen von ihrer Steuerschuld abzuziehen. Ebenfalls können auch Hausbesitzer, die eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach installieren, einen Teil der Kosten vom Finanzamt erstattet bekommen.
Fazit:
Ein Haus zu bauen ist nicht ganz einfach. Es muss eine ganze Menge berücksichtigt werden. Hat sich der Häuslebauer erst einmal durch den Finanzdschungel durchgearbeitet und alle Kosten verglichen, kann sich der Bau eines Hauses im Vergleich zu einer ortsüblichen Miete schon lohnen. Nicht zu vergessen, es ist in jedem Fall eine Wertanlage.
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