congstar bietet DSL jetzt auch über das QSC-Festnetz
Während sich derzeit viele DSL-Provider Gedanken über mögliche Konsolidierungen mit anderen Providern machen, schickt sich die Telekom-Billigmarke ‘congstar’ an, zu einer festen Größe auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt zu werden. congstar-Chef Alexander Lautz meint, man sei nicht nur eine ‘Kundenhaltemaschine’ der Telekom, man sei eine eigenständige Marke und werde sich speziell dann von der großen Konzernmutter trennen, wenn es darum geht, dem Kunden wettbewerbsfähige Preise für DSL bieten zu können.
So meldete beispielsweise die Financial Times Deutschland (FTD) bereits im August dieses Jahres, congstar verhandele auch mit den alternativen Festnetzbetreibern ‘Vodafone-Arcor’, ‘Telefonica-O2′ oder der QSC AG aus Köln, um eine möglichst weit reichende DSL-Versorgung zu gewährleisten. In der FTD-Meldung hieß es, congstar sei bereits in konkreten Verhandlungen mit der QSC getreten, andere Netzbetreiber würden folgen.
Diese Woche nun heißt es aus einer QSC-Unternehmens-Meldung, die QSC AG werde zukünftig auch DSL-Anschlüsse an congstar vermarkten. Dabei werde dem Kunden nicht nur DSL geboten, sondern auch Internet-Telefonie über Voice-over-IP. Über weitere Vertragsdetails, wie beispielsweise Beginn und Umfang der Versorgung, wurde von beiden Seiten ‘Stillschweigen’ vereinbart.
congstar hält sich angesichts dieser Vereinbarung vornehm mit Informationen zurück. Aus der Kölner Konzernzentrale heißt es lediglich, man würde hinsichtlich DSL mit verschiedenen Partnern zusammenarbeiten; mit welchen Anbietern konkret, wollte eine Sprecherin allerdings nicht verraten.
Als congstar am 17.07.2007 in den Markt eingetreten ist, war das Unternehmen noch sehr eng mit der Telekom verknüpft. Seinerzeit wurde DSL nur auf der Basis von Resale-Anschlüsse angeboten. Zwischenzeitlich aber hat congstar sich gelöst und bietet seit dem 19.08.2008 auch DSL-Komplett-Pakete an. congstar-Kunden benötigen seither, bei DSL, nicht mehr unbedingt einen Telefonanschluss der Deutschen Telekom und können sich daher die leidigen Telefon-Grundgebühren von monatlich 16,37 Euro sparen.

