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Psychotherapie ist ein Gebiet das für viele sehr unübersichtlich ist. Da gibt es eine unüberschaubare Zahl an Psychotherapieverfahren, wie Festhaltetherapie, Psychodrama, Gestalttherapie, Körpertherapie, Energetische Therapie, Existentielle Therapie, Psychodynamische Therapien oder Kognitive Verhaltenstherapie, um nur einige zu nennen.
Auf der anderen Seite wissen viele nicht, was in so einer Psychotherapie überhaupt passiert. Immer noch gibt es die Vorstellung in der Gesellschaft, dass es auf eine persönliche Schwäche, ein individuelles Defizit hinweist, wenn jemand zum Psychotherapeuten "muss". Dabei ist es eher verwunderlich, wenn man in der heutigen Zeit keine psychischen Probleme bekommt. Immerhin sind die Arbeitsbelastungen gewachsen und auch die gesellschaftlichen und privaten Anforderungen steigen. Man erwartet Flexibilität und höhere Leistung. Dies führt als Konsequenz wieder zu Überarbeitung, Erschöpfung bis hin zu Depression oder Zukunftsängsten.
Da genau setzt Psychotherapie an. Der Psychotherapeut als Experte weiß, wie man Probleme bearbeitet und kann seinen Klienten unterstützen, seine Ressourcen zu aktivieren (wie zum Beispiel ein Gefühl von Ausdauer und Hoffnung) und eigene Lösungen zu entwickeln. Da der Therapeut auch Experte für verschiedenen Störungsbilder ist, weiß er, dass es bei einer Depression zum Beispiel einen Teufelskreis gibt, der darin besteht, dass sich der Depressive zurück zieht und dadurch immer weniger positive Erlebnisse hat. Wodurch er sich mehr zurück zieht und der Teufelskreislauf erhalten bleibt oder sogar verstärkt wird. Also gehört zur Therapie einer Depression auch das Planen von positiven Aktivitäten anhand eines Wochenplanes.
Wie auch ein Facharzt ein Experte für sein Gebiet ist, kann auch ein Psychotherapeut mit seinem "Handwerkszeug" dem Klienten helfen, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln, Paarprobleme zu lösen, mit schwierigen Situationen zurecht zu kommen oder eine Zukunftsperspektive zu entwickeln. Der Klient sollte dabei eine Probesitzung in Anspruch nehmen um für sich zu prüfen, ob der Therapeut der Richtige für ihn ist und das Therapieverfahren angemessen für seine Probleme erscheint. Dazu kann er in der ersten Sitzung sein Problem schildern und sich vom Therapeuten erzählen lassen, welche therapeutischen Möglichkeiten dieser ihm anbieten kann.
Trotz der anfänglichen Vorbehalte sind viele Klienten am Ende einer Psychotherapie froh, diesen Schritt gemacht und nicht weiter versucht zu haben, ihr Problem allein zu lösen.
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