Gewichtskontrolle und Abnehmen
Gewichtskontrolle und Abnehmen während der Kindheit in den 60igern und 70igern
Wenn ich mich jetzt so an meine Kindheit zurückerinnere, so wird mir bewusst, dass ich eigentlich schon immer leicht auf der „schwereren“ Seite zu Hause war. Ich war moppelig im Kindergarten, ich war moppelig in der Schule und auch in den ersten Jahren als Teenager, war ich eigentlich immer etwas zu füllig. Gewichtskontrolle und abnehmen waren zu der damaligen Zeit noch relativ unbekannt, man war eher froh, dass endlich genug zum Essen auf dem Tisch war und kümmerte sich weniger um das Gewicht. Auch meine Eltern waren Freunde des guten Essens und die Portionen die bei uns auf den Tisch kamen, waren immer groß genug.
Diäten, Gewichtskontrolle, abnehmen und ähnliches kamen im Wortschatz der damaligen Zeit so gut wie nicht vor, außer bei den extrem übergewichtigen und dicken Personen. Nun, dazu gehörten wir nicht und somit war dies alles bei uns kein Thema. Nach heutigen Gesichtspunkten führten wir ein eher ungesundes Leben und hätten uns viel mehr um vernünftigere Ernaehrung, abnehmen und Gewichtskontrolle kümmern müssen.
Was man in diesem Zusammenhang nun verstehen muss ist, dass es sich um die 60iger handelte. Beide Elternteile waren in den Kriegsjahren geboren und kannten echten Hunger und die Generation der Grosseltern hatte gerade den zweiten großen Krieg hinter sich gebracht. In diesen Zeiten waren die Menschen beschäftigt zu überleben und sie hatten weder die Zeit, noch die Notwendigkeit sich um abnehmen und Gewichtskontrolle zu kümmern, da ja ohnehin meistens nicht genügend Nahrung verfügbar war.
Die 60iger waren nun effektiv die ersten Jahre, in denen man sich um Nahrung keine Gedanken mehr machen musste. Das Wirtschaftswunder hatte begonnen und jeder hatte eigentlich genug zu essen. Das war natürlich ein großer Fortschritt, doch wurde von den älteren Generationen noch lange nicht als gegeben hingenommen. Ihrer Meinung nach waren schlechtere Zeiten jederzeit wieder möglich und daher kümmerte man sich in erster Linie um genügend Nahrung und Bevorratung und erst in zweiter Linie um Gewichtskontrolle und eventuelles abnehmen. Abnehmen wurde ein Thema wenn ziemlich weitgesteckte Grenzen überschritten wurden, ansonsten herrschte die Meinung vor, dass ein paar Kilo zuviel nicht schaden würden.
Dies war also die Zeit in der ich meine Kindheit verbrachte. Ich war ein moppeliges, kleines Mädchen, aber darüber nicht unglücklich. Die meisten waren so wie ich und so hatte ich eigentlich immer Freundinnen um mich herum. Ich war nie das populärste Kind aber auch nicht das unpopulärste. Ich lief einfach mit der Mehrheit und in dieser Mehrheit wurde eben über schlank sein, Gewichtskontrolle, Diäten oder abnehmen nicht geredet. Wir waren einfach ein Haufen Kinder, die spielten, herumrannten und Spaß hatten.
Appetitkontrolle und gesund abnehmen als Teenager
Als ich dann in die Pubertät kam , war ich noch immer ein molliges Kind. Nach wie vor nicht fett oder dick, aber doch eindeutig nicht „auf der schlanken Seite des Lebens“. Während der Pubertät, wurde mir dann jedoch langsam aber sicher bewusst, dass es nicht unbedingt von Vorteil war, nicht schlank zu sein. Und nach der Pubertät, als die andere Hälfte der Bevölkerung, sprich Männer, interessant wurde, begann ich mir erstmals Gedanken über abnehmen oder Appetitkontrolle zu machen. Denn eines war klar ersichtlich, die interessanten Jungs, interessierten sich für die schlanken Mädchen. Mädchen bei denen sich die Eltern schon um Appetitkontrolle, Gewichtskontrolle und gesundes abnehmen gekümmert hatten.
Also versuchte ich auch, diese Themen innerhalb meiner Familie anzusprechen. Glücklicherweise war das nun die Zeit, in der auch in Zeitschriften erstmals über „Diäten für gesund abnehmen“ oder „Appetitkontrolle, der Weg für gesundes abnehmen“ geschrieben wurde. Und auch auf dem Sektor der Medizin wurde berichtet, dass Uebergewicht zwar gut für einen Krieg sein möge, aber im alltäglichen Leben eher zu Gesundheitsproblemen führen würde.
So stieß ich nicht auf komplett taube Ohren, obwohl für meinen Vater dies alles „Terra Incognita“ blieb. Meine Mutter hatte auch schon begonnen, sich darüber Gedanken zu machen und so versuchten wir beide, Ende der 70iger, in unserem Haushalt Appetitkontrolle, Gewichtskontrolle und vernünftiges und gesundes abnehmen einzuführen.
Dies war die Zeit, in der es immer mehr normal wurde, sich um Kalorien, Fettgehalt, Zucker und Kohlehydrate in der Nahrung zu kümmern, speziell im weiblichen Anteil der Bevölkerung. Appetitkontrolle und gesundes abnehmen war plötzlich im alltäglichen Sprachgebrauch. (Natürlich nicht für meinen Vater! Für ihn war das alles nur eine Verschwörung um gutes Hausmacher-Essen mit Reis und Gemüse zu ersetzen.)
So blieb es also mir und meiner Mutter überlassen, uns um Gewichts- und Appetitkontrolle, gesundes abnehmen und Gewichtsmanagement zu kümmern. Wir stutzten uns darauf und probierten in den nächsten Jahren mehr oder weniger jede Diät, die wir irgendwo fanden. Einige waren klar und einfach verständlich, andere wiederum waren eher „phantasievoll“. Die Erfolge waren unterschiedlich zu Beginn, doch eines hatten sie alle gemein: nach einem mehr oder weniger großen Gewichtsverlust, kamen die verlorenen Kilos (manchmal sogar mehr), alle wieder zurück.
So verbrachte ich also den groessten Teil meiner Teenagezeit in einem stetigen Auf und Ab meines Gewichtes. Mal schön schlank, dann wieder mollig, manchmal auch ein wenig mehr als mollig. Was wir als Appetitkontrolle oder gesundes abnehmen betrieben, war eigentlich nur ein typischer Fall von Versuch und Irrtum. Daher begleitete mich dieses Auf und Ab auch bis nach der Geburt meines ersten Kindes.
Verschiedene Diäten und Diät-Programme durch die 80iger und 90iger
Obwohl ich nie den superschlanken Look erreichte, den ich mir eigentlich wünschte, so fand ich doch schließlich meinen Ehemann. Er hatte genügend Zeit sich an meine stetigen Gewichtsschwankungen zu gewöhnen und er machte auch bei den meisten meiner Diäten brav mit.
Während wir die verschiedensten Diäten und Diät-Programme ausprobierten, war uns eigentlich nie so richtig bewusst, dass wir im Grunde nur Versuchskaninchen der Zeitungen, der Nahrungsmittelindustrie und der Medizin waren. Wir wussten ja nicht, dass zur damaligen Zeit eigentlich jede Diät die empfohlen wurde, nur ein Versuch war, um eine neue Theorie zu beweisen. Jedes neue Diät-Programm war mehr „Raten“ als „Wissen“ und manche dieser Empfehlungen waren, unter heutigen Gesichtspunkten, eigentlich versuchte Körperverletzung.
Eine vorgeschlagene Diät unter den ganzen Diät-Programmen war zum Beispiel die „Grapefruit-Diät“. Hier hatte man innerhalb von 3 Wochen 126 weich gekochte Eier und 42 Grapefruits zu essen. Als Ergänzung gab’s noch ein wenig gekochten Fisch und, einmal pro Woche, eine gekochte Hühnerbrust. Ohne groß über Cholesterin zu sprechen, aber 126 Eier reichen für ungefähr 2 Jahre. Der Erfolg dieser „Diät“ war, ein kurzfristiger Gewichtsverlust und eine lebenslange Abneigung gegen Eier und Grapefruit.
Alle Diäten und Diät-Programme hatten ein Merkmal gemeinsam: man verlor Gewicht während der Diet und kurz nach Beendigung der Diät, kam das verschwundene Gewicht wieder zurück. Das generelle Problem ist einfach, dass alle Diäten und alle Diät-Programme auf große Selbstdisziplin aufbauen, die man vielleicht auch für eine gewisse Zeit aufbringen kann. Aber danach wird es für normale Menschen immer schwerer und früher oder später kann man dann dem Stuck Kuchen doch nicht mehr widerstehen. Und danach geht es nur mehr bergab, bis zur nächsten Diät.
Appetit unterdrücken und Hunger kontrollieren – Der Weg zum Erfolg?
Nach der Geburt meines ersten Kindes, erreicht ich nun den Punkt, wo mir Diäten nicht mehr halfen, um auf mein Wunschgewicht zu kommen. Ich hatte einfach immer zu viel Hunger und mein Appetit war zu groß, um mit der wenigen Nahrung auszukommen, die von den Diäten erlaubt wurde. Also wurde mir schnell klar: um wieder mein Gewicht zu erreichen, musste ich irgendwie meinen Appetit unterdrücken und meinen Hunger kontrollieren.
Leichter gesagt als getan! Meinen Appetit unterdrücken? Man brauchte eine Armee, mich von einem Stück Kuchen fernzuhalten, wenn ich Appetit darauf hatte. Und Hunger unterdrücken? Die einzige Lösung die mir dafür einfiel war, genügend zu essen.
Also begann ich mich ernsthaft mit den Themen zu beschäftigen. In Zeitungen und Zeitschriften, in Büchern und im, damals noch ziemlich neuen Internet, suchte ich Material über „Hunger kontrollieren“ und „Appetit unterdrücken“ und ich musste schnell feststellen, dass nicht sehr viel Material zu finden war. (Man darf nicht vergessen, wir sprechen von einer Zeit vor beinahe 20 Jahren!) Es gab die ersten Berichte über ein neues chemisches Produkt, welches helfen sollte, den Magen zu füllen, aber das würde nicht helfen, den Appetit zu unterdrücken.
Ich versuchte es trotzdem. Und diese Mittel half wirklich: ich konnte meinen Hunger kontrollieren, da diese Mittel im Magen wie ein Schwamm aufging und es einfach physisch unmöglich machte, viel zu essen. Doch meinen Appetit unterdrücken? Keine Rede davon!
Also war ich wieder bei Punkt eins: Appetit unterdruecken und Hunger kontrollieren – aber wie?
Gluecklicherweise tauchten zu dieser Zeit dann, die ersten Berichte ueber einen Kaktus aus der Wueste auf und innerhalb kuerzester Zeit, war Hoodia Gordonii eines der oeffentlichsten Geheimnisse in der Gemeinschaft der „Abnehmwilligen“. Ein Naturprodukt zum Hunger unterdruecken und Appetit kontrollieren und gleichzeitig auch noch gegen Uebergewicht half? Und alles ohne Nebenwirkungen und Chemie? Das alles klang zu schoen um wahr zu sein.
Trotzdem bestellte ich mir dieses Hoodia. Zwar ohne grosse Hoffnung, aber in der Not ist man zu vielem bereit. Und was soll ich sagen: Im April 1998 bekam ich meine erste Lieferung von Hoodia Gordonni und ich bin seit daher ein anderer Mensch. Appetit unterdruecken und Hunger kontrollieren, Diaeten und Diaet-Programme, Gewichtskontrolle, abnehmen und aehnliches sind fuer mich kein Thema mehr.

