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Das Forschen an Stammzellen
Abgelegt unter Gesundheit von MaryK am 15. Oktober 2008 um 07:23
In den letzten Jahrzehnten haben die Prozesse zur Erforschung der Stammzellen eine schnelle Entwicklung erlebt: Vor über 100 Jahren hatten die Forscher die erste Grundlage der Gewebeforschung entwickelt: Zellen konnten mit verschiedenen Verfahren vermehrt werden. Anfang der 60`ziger Jahre entdeckten die Forscher erstmalig einen bestimmten und revolutionären Zellentyp im inneren Bereich der Knochen von Mäusen. Zehn Jahre später die Stammzellenbehandlung bei Erkrankungen wie Leukämie verwendet. Im Jahre 1981 entnahmen die Forscher erstmalig Stammzellen aus Mäuseembryos in den Forschungslaboratorien. Forschungsergebnisse zeigten die Existenz von hämatopoetischer Stammzellen im Nabelschnurblut. Wenige Jahre danach wurde einem französischen Patienten mit Fanconi Anämie Nabelschnurblut gegeben. Seit Mitte der 1990er findet die Wissenschaft in zahllosen Organen von Menschen und Geweben diese Stammzellen. Diese erforschten Zellenarten konnten nun so bearbeitet werden, dass die Zelltypen sich mit steigender Tendenz vervielfältigten. Aus embryonalen Mäusestammzellen wurden spezielle Zellen entwickelt, mit denen man Multipler Sklerose gleichartige Erkrankung der Nerven in den Forschungsprojekten behandelte. Zur Zeit des Jahrtausendwechsels gelang der schwedischen Forschung ein Durchbruch: Stammzellen aus dem Gehirn adulter Mäuse machten die Züchtung von bestimmten Arten von Gewebe realisierbar, die abhängig vom Ort ihrer Verpflanzung zum Beispiel die Form und Funktionen von Nieren erhalten. Ebenso bei den entnommenen Stammzellen von erwachsenen Menschen vertraute der ganze Kreis der Stammzellenforscher nun auf diese Möglichkeiten: Ein Jahr später wurden dieser Zelltyp aus dem Mark der Knochen bei Herzinfarktpatienten zur Heilung des erkrankten Gewebes benutzt. Im Jahre 2002 entschied der Deutsche Bundestag, diesen Forschungszweig ausschließlich an Stammzellen aus dem Ausland und genauen Auflagen zuzulassen. Eltern können eine Stammzelleneinlagerung des aus der Nabelschnur kommenden Blutes des Neugebohrenen anordnen lassen, sodass es ihm selber oder ebenfalls Verwandten ein Leben lang zur Verfügung steht. Die Gebährende kann zusätzlich eine Abtragung der sog. Schafshaut in die Tat umsetzen lassen: Das Amnion, wird problemlos von der Plazenta entfernt und weggefrohren, bzw. kann danach bei dermatologischen Anwendungen verarbeitet werden. Individuelle Stammzellen aus der Haut sind ideal für die Nutzung der Stammzellen in der Erneuerungsmedizin beim Herstellen von bestimmten Arten von Gewebe und können bis ins reifere Alter verwertet werden. Im Unterschied zu zu Stammzellen aus Knochenmark oder Nabelschnurblut verfügt die Hautpartie ebenso über massenhaft viele Stammzellen, - das Entnehmen ist außerdem ganz einfach und unschädlich. Hinsichtlich der Neuerungen auf dem Gebiet der Stammzellenforschung gibt es berechtigte Ahnungen, dass sich in wenigen Jahren krankhafte Störungen wie Diabetes durch Therapie der Stammzellen bessern lassen.
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