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Angeln in Lübeck
Abgelegt unter Freizeit von AFSH am 19. Oktober 2009 um 09:44
Die alte Hansestadt Lübeck bietet mit ihren zahlreichen Gewässern und dem direkten Zugang zur Ostsee zahlreiche Angelmöglichkeiten für Angler aus der Umgebung und für Angeltouristen aus ganz Deutschland. Da das Fischereirecht in Deutschland jedoch Ländersache ist, gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Bedingungen. Sogar innerhalb eines Bundeslandes kann es regionale Unterschiede geben, weil - wie im Fall Lübeck - noch das jahrhunderte alte Fischereirecht Bestand hat.
Wer in Schleswig-Holstein und in Lübeck angeln will, benötigt immer einen gültigen Fischereischein und einen Fischereierlaubnisschein für das jeweilige Gewässer. Den Fischereischein erhält man in Schleswig-Holstein auf Lebenszeit. Man muss einen Lehrgang besuchen um ihn zu bekommen.
Die Ausbildung zum Erwerb des Fischereischeins wird in Lübeck durch den Lübecker Kreisverband der Sportfischer durchgeführt. In der Geschäftsstelle in Lübeck-Schlutup werden monatlich Fischereischeinlehrgänge durchgeführt. In 30 Unterrichtsstunden je 45 min werden die Themengebiete Allgemeine Fischkunde, Spezielle Fischkunde, Gewässerkunde, Natur- Tier und Umweltschutz, Gerätekunde und Gesetzeskunde unterrichtet. Die Ausbildung schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab. Die Lehrgangsgebühr beträgt einschließlich der Prüfungsgebühr ca. 70 Euro. Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer ein Prüfungszeugnis, mit dem man bei der für den Wohnort zuständigen Ordnungsbehörde einen Fischereischein erhält. Hier gilt es zudem eine jährliche Fischereiabgabe zu entrichten; als Nachweis wird eine entsprechende Wertmarke in den Fischereischein eingeklebt.
Ist man nun Besitzer eines Fischereischeins, kann man für das gewünschte Angelgewässer einen Fischereierlaubnisschein erwerben. Man erhält diesen bei den jeweiligen Fischereiberechtigten/Fischereiausbübungsberechtigten. Die Erlaubnisscheine gibt es meist als Tages-, Monats- oder Jahreskarte. Für Urlauber kann man an vielen Gewässern einen 40 Tage gültigen Urlauberschein bekommen, wenn man einen gültigen Fischereischein eines anderen Bundeslandes besitzt und nicht in Schleswig-Holstein seinen Hauptwohnsitz hat.
Die Hansestadt Lübeck bietet eine große Anzahl an Angelgewässern in der näheren Umgebung. So ist das Angeln auf der Ostsee für Bootsinhaber sehr interessant, denn hier bekommt man die begehrten Dorsche und Schollen. Außer in dem Ostsee-Abschnitt zwischen Travemünde und Niendorf reicht auf der Ostsee der gültige Fischereischein alleine aus. Man benötigt keinen Erlaubnisschein.
Aber auch die Binnengewässer bieten hervorrragende Angelmöglichkeiten. Stellvertretend für viele andere Gewässer, alle aufzuzählen sprengt hier den Rahmen, sollen die folgenden genannt werden.
Die Trave hat das größte Flußeinzugsgebiet in Schleswig-Holstei. Barsch, Aal, Gründling, Rotaugen, Hecht, Brassen, Meerforelle, Aland, Bachforelle, Zwergstichling, Döbel, Elritze, Schleie, Quappe, Kaulbarsch, Regenbogenforelle, Äsche, Schuppenkarpfen, Rapfen, Karausche, Hasel und Spiegelkarpfen zählen zu den vorkommenden Fischarten. Im weiteren Flußverlauf kommen dann noch die Ukelei, Welse und Zander hinzu. Im Bereich der Hansestadt Lübeck angelt man aufgrund des zunehmenden Salzgehaltes auch Flunder, Hering und Hornhecht in der Trave.
Der Elbe-Lübeck-Kanal verfügt über viele gute Angelstellen, die über die seitlichen Rad- und Wanderwege bequem zu erreichen sind. Mit dem Auto dürfen sie allerdings nicht befahren werden. Ein guter Bestand an den Fischarten Aal, Hecht und Karpfen zeichnen dieses Angelgewässer aus. Die Fischerei- und Angelnutzung ist auf der gesamten Strecke von Lauenburg (einschl. Hafen) bis zur Moisling-Geniner Straßenbrücke in Lübeck möglich, wo der Elbe-Lübeck-Kanal in die Trave mündet. Aber Vorsicht: Im Bereich der insgesamt 7 Schleusen ist das Angeln verboten.
Die Wakenitz ist 16,5 Kilometer lang und ca. 150 ha groß, ein Flußlauf mit seenartigen Ausbuchtungen. Sie fließt vom Ratzeburger See in die Trave. Urwaldartige Erlenbrüche und Laubwälder sowie unzählige Moorgewässer und Sumpfwiesen zeichnen dieses einzigartige Flußgebiet und Angelrevier aus. Aufgrund dieser Urwüchsigkeit wird die Wakenitz auch als "Amazonas des Nordens" bezeichnet. Ein Teil der Wakenitz wurde unter Naturschutz gestellt. An dieser Strecke ist das Angeln nur vom Boot und von einigen ausgewiesenen Angelplätzen aus möglich. Zu den häufigsten Fischarten zählen Karpfen, Hecht und Zander.
Weiterführende Informationen bietet der Lübecker Kreisverband der Sportfischer im Internet unter www.angeln-in-luebeck.de
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