Noch vor Jahren schien die Vormachtstellung von Windows-Systemen unantastbar zu sein. Doch mit der Zeit, der Verbreitung und dem allgemeinen Interesse am IPod erleben nicht nur Apple-Computer mit ihrem Betriebssystem Mac OS X im Fahrwasser einen Aufschwung, nein, auch Linux-Varianten werden zunehmend interessanter für Computer-Nutzer. Schließlich registrieren auch sie, dass, um aktuelle Software auf Windows-Maschinen nutzen zu können, es erforderlich ist Versionsupdates zu folgen, was auch immer neue Lizenzkosten mit sich bringt. Hinzu kommen Verwaltungs- und Einrichtungsaufwand beim Umstieg, beispielsweise von Windows XP auf Windows Vista. Der dritte Nachteil lässt sich schließlich in der Umgewöhnung wiederfinden. Bis man sich an eine neue Arbeitsumgebung angepasst hat und entsprechende neue Arbeitstechniken antrainiert hat, kann kurzfristig die Produktivität leiden. Gerade für Firmen ist dies mitunter ein Grund, abseits von kommerziellen Betriebssystemen in den Gefilden der Linux-Varianten zu wildern. Schließlich stehen dort Distributionen beispielsweise in Form von Debian bereit, die auch von zahlreichen Anwendern gar als Serverlösung eingesetzt wird, da sie über eine Stabilität und Verlässlichkeit verfügen soll, die kaum mehr zu überbieten ist. Lizenzkosten fallen in diesem Sinne nicht an. Und kommt ein fähiger und versierter Systemadministrator, der das System einrichtet und pflegt, zum Einsatz, werden auch optionale Support-Kosten auf ein Minimum reduziert.
Sollte man dagegen Varianten mit einer erweiterten Kundenbetreuung suchen, so lassen sich in einer Übersicht zu Linux-Distributionen bei 2WiD.net auch dafür Beispiellösungen finden. Gerade die beiden Primi SuSE/Novell Linux Enterprise Server bzw. Red Hat Enterprise Linux sprechen eine Klientel an, die ausgefeilte Betreuung und speziell zugeschnittene Systeme benötigen. Im Gegensatz zu den ebenfalls kostenlos der Gemeinschaft zur Verfügung gestellten OpenSuSE bzw. Fedora ist man für die nächsten Jahre nicht gezwungen, einen Versionssprung mitzugehen, wenn man weiterhin Bugfixes und Sicherheits-Patches einspeisen möchte.
Auch das aufstrebende Unternehmen Canonical, welches die Distribution Ubuntu fördert, strebt die weitere Verbreitung von Linux in Unternehmen an. Im Gegensatz zu Red Hat bzw. Novell wird auch über die Releasezyklen hinaus für das kostenlose Ubuntu ein längerer Support in Form von Aktualisierungen und Fehlerbereinigungen gewährleistet, um sich entsprechend auf dem Markt zu platzieren. Somit bieten sich auch für Unternehmen zahlreiche Optionen abseits von kommerziellen und proprietären Plattformen eine geeignete Softwarelösung für sich zu finden.