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Bildung bei der Generation 50+
Abgelegt unter Bildung von amaveo am 19. Januar 2009 um 12:24
Wer im Arbeitsleben steht, sieht sich heute ständigen Änderungen unterworfen. Wo früher ein Arbeitsleben über viele Jahre mit wenigen Veränderungen möglich war, ist heute ständig eine neue Software im Einsatz, das Unternehmen wird verkauft oder der Arbeitnehmer muss sich mit vollkommen neuen Technologien im Unternehmen oder mit neuen Produkten, die ein Unternehmen herstellt, beschäftigen. Dabei kann es sich keiner erlauben, das Lernen nach der beruflichen Ausbildung einfach einzustellen und nicht mehr weiter zu machen. Wer zur Generation 50+ gehört, für den gilt das genauso, wie für jüngere Mitarbeiter. Es ist bei der Generation 50+ vielleicht sogar noch wichtiger, weil Senioren mit Vorurteilen kämpfen, die Senioren unter den Generalverdacht stellen, mit Veränderungen nicht so gut klar zu kommen.
Bildung kann helfen, den Arbeitsplatz zu sichern oder im Fall der Fälle besser für die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz gerüstet zu sein. Dabei gibt es zahlreiche Bildungsangebote. Nicht immer übernehmen Arbeitgeber die Kosten für eine Fortbildung; insbesondere in den letzten Jahren hat der Sparkurs vieler Unternehmen für Einsparmassnahmen bei der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter geführt. Aber auch Bildungsangebote ausserhalb des Unternehmens stehen zur Verfügung.
Fast jeder Arbeitnehmer - auch diejenigen, die zur Generation 50+ gehören - hat im Laufe des Arbeitslebens schon einmal eine betriebliche Bildungsmassnahme mitgemacht. Weniger verbreitet ist allerdings die Form der Bildung, bei der Arbeitnehmer privat etwas unternehmen. Statistiken beweisen, dass der Prozentsatz derjenigen, die Bildungsmassnahmen auf eigene Faust unternommen haben, bei Arbeitnehmern der Generation 50+ etwa bei 2,5% liegt. Aber auch jüngere Arbeitnehmer zwischen 25 und 39 Jahren nehmen solche Massnahmen eher selten in Anspruch: Rund 6% der Arbeitnehmer sind es in dieser Altersgruppe. Das sind zwar deutlich mehr, als bei der Generation 50+ - trotzdem handelt es sich um eine verschwindend geringe Zahl.
Was früher ganz und gar unüblich war - nämlich sich auf eigene Faust in neue Themengebiete einzuarbeiten - wird heute immer wichtiger. Lebenslanges Lernen heisst der Gedanke und er bedeutet, dass nie ausgelernt wurde. Dabei kann die private Bildung neben der Inanspruchnahme von Bildungsangeboten auch einfach im Selbststudium bestehen. Wichtig ist, dass die erworbenen Kenntnisse auch praktisch eingesetzt werden. Es ist also sinnvoll, vorher mit dem Arbeitgeber abzustimmen, welche Lernziele anstehen und wie diese dann am Arbeitsplatz eingesetzt werden können. Denn: Wer etwas lernt und dann nie anwendet, wird das Erlernte meist schnell wieder vergessen.
Auch die Bundesregierung setzt auf private Bildung und lebenslanges Lernen. Ein Konzept hierfür heisst Bildungsprämie und es ist ein erklärtes  Ziel der Bundesregierung, die private berufliche Bildung weiter voran zu treiben - weil gut ausgebildete Arbeitskräfte eben wichtig sind. Die Generation 50+ muss also genauso lernen, mit anderen Methoden der beruflichen Bildung umzugehen, wie auch die jüngere Generation. Stehen bleiben - das kann sich im Berufsleben keiner mehr erlauben - egal ob alt oder jung.
Autor/in: Andrea Delp
Kontakt: info(at)amaveo.de
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