Edelstahl ist eine Stahlform, die sowohl legiert als auch unlegiert hergestellt werden kann, und die bestimmte Anforderungen an Reinheit und Eigenschaften des Materials, etwa Korrosionsbeständigkeit, Zugfestigkeit usw. erfüllt. Die Unterscheidung der Edelstahle wird danach in einer EN-Norm festgelegt und in unterschiedlichen Güteklassen angeboten, abhängig davon, welche Produkte aus dem jeweiligen Edelstahl gefertigt werden sollen und ob es sich um eine Legierung, also die Beimischung von anderen Metallen oder anderen Stoffen, handelt. Diese werden zusätzlich noch als hoch- oder niedriglegiert unterschieden. So werden an das Material für einen Hydraulikzylinder aus Edelstahl andere Stahlsorten eingesetzt, als beispielsweise in einen Stahl, der im Hochbau eingesetzt wird oder der zu Verbindungselementen verarbeitet wird. Die genauen Zusammensetzungen sind in den Normblättern festgelegt und genau analysiert, um die verschiedenen gewünschten Eigenschaften des Produktes zu erreichen, etwa Zugfestigkeit, Widerstandsfähigkeit ggb. Korrosionen, Reaktionsarmut usw. Zur Legierung von Edelstahl werden oftmals andere Metalle wie Chrom, Nickel, Molybdän, Niob oder Titan eingesetzt und in definierten Anteilen mit in den Rohstahl gegeben. Auch Nachbehandlungen, etwa die thermische Behandlung sorgt dafür, dass bestimmte, gewünschte Eigenschaften erzeugt werden, die für die jeweiligen Einsatzzwecke notwendig sind. Die Unterscheidung von Hoch- und Niegriglegierten Stählen wird dabei an dem quantitativen Anteil von anderen Metallen festgemacht, bis zu einem Anteil von 5 % handelt es sich um einen niedriglegierten Stahl, ab 5 % aufwärts spricht man von hochlegiertem Edelstahl.
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